Kontrollfahrt statt Kennzahl
Der Füllstand am Außenstandort steht erst am Ende einer Fahrt fest. Zwischen zwei Fahrten ist der Betrieb blind, und nachts sowieso.
Wie viel steht noch im dritten Silo am Außenstandort? Reicht die Lagerkapazität im Güllebehälter bis zur nächsten erlaubten Ausbringung? Läuft die Lüftung im Maststall, oder ist sie heute Nacht ausgefallen?
Die Antwort holt sich der Betriebsleiter meist mit dem Auto. Morgens hin, abends noch einmal, an sieben Tagen in der Woche. Das kostet Zeit und Diesel und liefert trotzdem nur eine Momentaufnahme.

Der Füllstand am Außenstandort steht erst am Ende einer Fahrt fest. Zwischen zwei Fahrten ist der Betrieb blind, und nachts sowieso.
Das Futter reicht nicht bis Montag, also wird am Samstag eine Sonderfahrt bestellt. Bezahlt wird die fehlende Vorschau, nicht das Futter.
Die Pumpe hängt, die Tränke bleibt trocken, und bemerkt wird es, wenn die Tiere unruhig werden. Bei der Lüftung im Hochsommer zählt jede Stunde.
Silo, Behälter und Weidetränke liegen dort, wo weder Netzwerk noch Steckdose ist. Genau deshalb scheitern die meisten Nachrüstideen schon an der Versorgung.
Gebraucht wird kein Großprojekt, sondern ein verlässlicher Blick auf wenige Werte, Tag und Nacht.
Zwei bis vier Messstellen reichen für den Anfang: der Punkt mit den meisten Kontrollfahrten und der, an dem ein Ausfall am teuersten wäre. Nach einer Saison zeigen echte Daten, welche Werte tatsächlich genutzt werden. Erst danach lohnt es sich, über den Rest des Betriebs nachzudenken.
Jede Messstelle ist einzeln buchbar. Hier steht je Aufgabe, welcher Sensor zum Einsatz kommt, wie der Wert zu Ihnen kommt und wo die Arbeit an Ihre Elektrofachkraft übergeht.

Vor jedem Sensor steht die Frage, ob an dieser Stelle überhaupt Funk ankommt. Blechsilo, Betonwand und ein Stall dazwischen sind keine Kleinigkeit. Deshalb wird gemessen und nicht geschätzt.

Interessant ist nicht der Prozentwert, sondern die Antwort auf die Frage, wie viele Tage der Vorrat noch reicht. Die entsteht erst aus dem Verlauf.

Ein Anstieg im Haufwerk ist das erste Zeichen für Käfer, Milben oder Pilze, und er zeigt sich lange bevor man etwas riecht. Entscheidend ist, dass tief genug und an mehreren Stellen gemessen wird.

Die eigentliche Frage lautet nicht, wie voll der Behälter ist, sondern wie viele Tage die freie Kapazität noch reicht. Das entscheidet über Ausbringung, Zukauf von Lagerraum und Ruhe im Frühjahr.
Abgrenzung: Das ist eine Planungshilfe für die Betriebsführung. Eine Überfüllsicherung oder eine Leckageerkennung nach WHG und AwSV ersetzt es nicht, dafür bleiben die bauartzugelassenen Einrichtungen zuständig.

Beim Wasser ist nicht der Grenzwert interessant, sondern das Muster. Eine Bucht, die im Hochsommer plötzlich nichts mehr verbraucht, ist ein Alarm. Eine Leitung, die nachts durchläuft, auch.

Der Pegel allein ist wenig wert. Interessant wird er, wenn daneben der Wochenverbrauch steht und eine Entnahme um drei Uhr nachts auffällt.
Abgrenzung: Für die Überfüllsicherung bleibt die vorhandene, bauartzugelassene Einrichtung zuständig. Die Messung ergänzt sie, sie ersetzt sie nicht.

Gemessen wird im Aufenthaltsbereich der Tiere, nicht im Futtergang, sonst misst man die Lüftung und nicht das Klima. Der Verlauf zeigt, ob die Anlage die Werte auch nachts hält.
Ehrlich dazu: Die elektrochemische Messzelle eines Ammoniaksensors ist ein Verschleißteil. Sie driftet, braucht Prüfgas und muss nach einigen Jahren getauscht werden. Wer das nicht einplant, misst nach zwei Jahren Zahlen ohne Bedeutung.

Die Lagerkurve ist über Monate ein Fahrplan mit engen Grenzen. Ein einzelner Fühler an der Wand sagt darüber nichts, entscheidend ist der Unterschied zwischen Zuluft und Stapelmitte.

Während der Gärung entscheidet die Tanktemperatur über das Ergebnis, und sie ändert sich am schnellsten nachts. Ein Verlauf auf dem Handy ersetzt den Gang in den Keller um zwei Uhr.
Stromsparender Controller, LoRa-Transceiver, Sensorik, Batterie oder Solarmodul, Gehäuse in IP65 oder IP67. Misst, mittelt, schläft, sendet. Speichert zwischen, wenn die Verbindung fehlt.
LoRaWAN im Band um 868 MHz mit eigenem Gateway auf dem Hof, verschlüsselt bis zur Anwendung. Abgelegene Standorte laufen über LTE-M oder NB-IoT und brauchen gar kein Gateway.
MQTT über TLS, Zeitreihendatenbank mit InfluxDB oder TimescaleDB, Dashboards in Grafana. Betrieb im Hofbüro oder auf einem Server in einem deutschen Rechenzentrum, nach Ihrer Entscheidung.
Grenzwerte, Trendalarme, Eskalation an eine zweite Person und Ruhezeiten gegen Meldungen im Minutentakt. Bleibt ein Knoten stumm, meldet die Plattform das fehlende Lebenszeichen.
In Gülle entstehen Schwefelwasserstoff, Ammoniak, Methan und Kohlendioxid, besonders beim Rühren, Pumpen und Spülen. Im Gärkeller sammelt sich Kohlendioxid am Boden. Die Sensorik von NeuFokus ist ein Assistenzsystem für die Betriebsführung: Sie zeigt Verläufe, erkennt Auffälligkeiten und meldet Grenzwerte.
Sie ist kein zugelassenes Gaswarngerät für den Personenschutz und ersetzt keines. Niemand darf sich beim Betreten eines Behälters, einer Grube oder eines Gärkellers darauf verlassen. Dafür gelten die Regeln von SVLFG und DGUV, mit Freimessen durch Fachkundige, geprüften Geräten und Sicherung durch weitere Personen. Vorhandene Warneinrichtungen und Lüftungen bleiben zuständig, die Sensorik ergänzt sie um Vorwarnung, Verlauf und Fernzugriff.
NeuFokus arbeitet ausschließlich auf der Kleinspannungsseite: Schutzkleinspannung mit typisch 12 V oder 24 V Gleichspannung, dazu Batterie, Solarmodul und Power over Ethernet. Funkknoten im Feld brauchen ohnehin keine Steckdose, Gateway und Auswertung laufen an einem zugelassenen 24-V-Netzteil.
Alles, was an 230 V oder 400 V angeschlossen oder geschaltet wird, übernimmt eine Elektrofachkraft, in der Regel Ihr Elektrofachbetrieb. Das gilt für den Anschluss des Netzteils genauso wie für jede Anbindung von Lüftung, Pumpe oder Rührwerk. Der Vorteil für Sie: keine Abschaltung für die Nachrüstung, keine Berührung sicherheitsrelevanter Stromkreise und eine Lösung, die Ihre Fachkraft und Ihr Versicherer nachvollziehen können.
Vier Schritte in fester Reihenfolge. Der erste ist kostenlos, nach dem zweiten kennen Sie den Preis.
Ich sehe mir Silos, Behälter, Ställe und Lager im Betrieb an und messe nach, wo Funk tatsächlich ankommt und wo ein Gateway stehen kann. Sie bekommen danach schriftlich, welche Messstellen sich lohnen und welche nicht.
Messstellenliste, Sensortypen, Funkweg, Energiekonzept mit gerechneter Batterielaufzeit und Alarmregeln. Alle Positionen einzeln ausgewiesen, mit klarer Trennung zwischen NeuFokus und Ihrem Elektrofachbetrieb.
Sensorik wird beschafft und parametriert, Verbindungstechnik und Firmware entstehen bei NeuFokus. Wo kein Seriengerät passt, entsteht eine eigene Baugruppe. Bei der Montage wird an jeder Messstelle die Funkqualität protokolliert, nicht nur geschätzt.
Sie erhalten Anschlussplan, Messstellenliste, Konfiguration, Zugänge und eine Einweisung am Gerät. Danach entscheiden Sie zwischen laufender Betreuung mit Batteriewechselplan und Unterstützung auf Abruf.