Füllstand

Wasser

Stallklima

Lager

Landwirtschaft

Sensorik für die Landwirtschaft

NeuFokus rüstet Futtersilos, Güllebehälter, Hoftanks, Ställe und Lager mit Funksensorik nach. Die Knoten laufen mit Batterie oder Solarmodul, senden per LoRaWAN oder Mobilfunk und melden sich, sobald ein Grenzwert verletzt wird. Kein Kabel zum Außenstandort, kein Eingriff in vorhandene Technik.

Ausgangslage

Der Blick, den nur eine Fahrt liefert

Wie viel steht noch im dritten Silo am Außenstandort? Reicht die Lagerkapazität im Güllebehälter bis zur nächsten erlaubten Ausbringung? Läuft die Lüftung im Maststall, oder ist sie heute Nacht ausgefallen?

Die Antwort holt sich der Betriebsleiter meist mit dem Auto. Morgens hin, abends noch einmal, an sieben Tagen in der Woche. Das kostet Zeit und Diesel und liefert trotzdem nur eine Momentaufnahme.

Futtersilos an einem landwirtschaftlichen Außenstandort in der Dämmerung
0 s Sendezeit je Stunde und Funkknoten Im Band 868 bis 868,6 MHz erlaubt die Bundesnetzagentur 25 mW ERP bei höchstens 1 Prozent Arbeitszyklus. Mehr braucht ein Füllstand auch nicht, und genau deshalb hält eine Batterie dort Jahre statt Wochen.
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Kontrollfahrt statt Kennzahl

Der Füllstand am Außenstandort steht erst am Ende einer Fahrt fest. Zwischen zwei Fahrten ist der Betrieb blind, und nachts sowieso.

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Notbestellung statt Tourenplan

Das Futter reicht nicht bis Montag, also wird am Samstag eine Sonderfahrt bestellt. Bezahlt wird die fehlende Vorschau, nicht das Futter.

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Ausfall fällt zu spät auf

Die Pumpe hängt, die Tränke bleibt trocken, und bemerkt wird es, wenn die Tiere unruhig werden. Bei der Lüftung im Hochsommer zählt jede Stunde.

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Kein Kabel, kein Strom

Silo, Behälter und Weidetränke liegen dort, wo weder Netzwerk noch Steckdose ist. Genau deshalb scheitern die meisten Nachrüstideen schon an der Versorgung.

Gebraucht wird kein Großprojekt, sondern ein verlässlicher Blick auf wenige Werte, Tag und Nacht.

Zwei bis vier Messstellen reichen für den Anfang: der Punkt mit den meisten Kontrollfahrten und der, an dem ein Ausfall am teuersten wäre. Nach einer Saison zeigen echte Daten, welche Werte tatsächlich genutzt werden. Erst danach lohnt es sich, über den Rest des Betriebs nachzudenken.

Messstellen

Neun Messaufgaben, und wie sie technisch gelöst werden

Jede Messstelle ist einzeln buchbar. Hier steht je Aufgabe, welcher Sensor zum Einsatz kommt, wie der Wert zu Ihnen kommt und wo die Arbeit an Ihre Elektrofachkraft übergeht.

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Schematischer Hofgrundriss mit Funkverbindungen zwischen Silo, Stall und Gateway
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Aufnahme vor Ort und Funkmessung

Vor jedem Sensor steht die Frage, ob an dieser Stelle überhaupt Funk ankommt. Blechsilo, Betonwand und ein Stall dazwischen sind keine Kleinigkeit. Deshalb wird gemessen und nicht geschätzt.

  • Funkmessung an jeder geplanten Messstelle, protokolliert mit Empfangsqualität und nötigem Spreizfaktor
  • Gatewaystandort festgelegt nach Antennenhöhe und Sichtachse, nicht nach freier Steckdose
  • Energiekonzept je Knoten gerechnet aus Sendeintervall, Sensorstrom und Wintertemperatur
  • Ergebnis Messstellenliste mit Sensortyp, Montageort und Alarmregel, vor dem Angebot
Schnitt durch ein Futtersilo mit Radarsensor im Deckel und Füllstandslinie
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Futtersilo: Füllstand und Restreichweite

Interessant ist nicht der Prozentwert, sondern die Antwort auf die Frage, wie viele Tage der Vorrat noch reicht. Die entsteht erst aus dem Verlauf.

  • Radar 80 GHz misst berührungslos von oben, Staub stört kaum, der Strahl ist bei 80 mm Antenne auf etwa 3 Grad gebündelt und geht an Einbauten vorbei
  • Alternative Wägezellen an den Silobeinen, wenn der Deckel nicht sicher erreichbar ist
  • Auswertung Verbrauch je Tag, daraus Restreichweite in Tagen und ein Vorlauf für die Bestellung
  • Anbindung 4 bis 20 mA oder Modbus an den Funkknoten, versorgt aus Batterie oder Solarmodul
Schnitt durch ein Flachlager mit Getreidehaufen und senkrechten Fühlerketten
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Getreidelager: Temperatur im Haufwerk

Ein Anstieg im Haufwerk ist das erste Zeichen für Käfer, Milben oder Pilze, und er zeigt sich lange bevor man etwas riecht. Entscheidend ist, dass tief genug und an mehreren Stellen gemessen wird.

  • Fühlerketten mit mehreren digitalen Sensoren je Lanze, typisch alle 0,5 bis 1 m Höhe
  • Auswertung je Höhe ein Nest zeigt sich als lokaler Anstieg gegen die Nachbarpunkte, nicht im Mittelwert
  • Zielwerte nach DLG-Merkblatt 425 sind Weizen, Roggen und Gerste bei höchstens 14 Prozent Kornfeuchte lagerstabil, und eine Absenkung von 24 auf 10 °C verfünffacht bei 14,5 Prozent die mögliche Lagerzeit
  • Belüftung wird bewertet, nicht geschaltet: die Anlage zeigt, ob der Durchsatz die Mitte des Stapels erreicht
Schnitt durch einen Güllebehälter mit hängender Drucksonde und Pegellinie
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Güllebehälter und Vorgrube: Pegel und Lagerkapazität

Die eigentliche Frage lautet nicht, wie voll der Behälter ist, sondern wie viele Tage die freie Kapazität noch reicht. Das entscheidet über Ausbringung, Zukauf von Lagerraum und Ruhe im Frühjahr.

  • Hydrostatische Drucksonde mit keramischer Messzelle und Kabel in PUR, unempfindlich gegen Schaum und Schwimmdecke darüber
  • oder Radar von oben, wo kein Zugang ins Medium möglich oder gewünscht ist
  • Auswertung freie Kapazität in Kubikmetern und in Tagen, gerechnet gegen den laufenden Zufluss

Abgrenzung: Das ist eine Planungshilfe für die Betriebsführung. Eine Überfüllsicherung oder eine Leckageerkennung nach WHG und AwSV ersetzt es nicht, dafür bleiben die bauartzugelassenen Einrichtungen zuständig.

Wasserleitung mit Zähler und Drucksensor vor zwei Tränkebecken
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Wasserversorgung und Tränken

Beim Wasser ist nicht der Grenzwert interessant, sondern das Muster. Eine Bucht, die im Hochsommer plötzlich nichts mehr verbraucht, ist ein Alarm. Eine Leitung, die nachts durchläuft, auch.

  • Durchfluss über Wasserzähler mit Impulsausgang, je Strang oder je Bucht abgegriffen
  • Druck hinter der Pumpe über einen Drucktransmitter mit 4 bis 20 mA
  • Pumpenlaufzeit über einen potentialfreien Kontakt am vorhandenen Schütz, eingelesen als Digitaleingang
  • Auswertung Tagesprofil je Messstelle, Alarm bei ausbleibendem und bei dauerhaftem Verbrauch
Hoftank mit Tauchsonde und Zapfschlauch im Schnitt
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Hoftank: Diesel und AdBlue

Der Pegel allein ist wenig wert. Interessant wird er, wenn daneben der Wochenverbrauch steht und eine Entnahme um drei Uhr nachts auffällt.

  • Tauchsonde hydrostatisch, oder Ultraschall von oben, wenn nichts ins Medium darf
  • AdBlue nur mit beständigen Werkstoffen, etwa Edelstahl 1.4571 oder PVDF, keine Teile aus Kupfer, Messing oder Zink
  • Auswertung Wochenverbrauch, Betankungen je Fahrzeug und Meldung bei Entnahme außerhalb der Betriebszeit

Abgrenzung: Für die Überfüllsicherung bleibt die vorhandene, bauartzugelassene Einrichtung zuständig. Die Messung ergänzt sie, sie ersetzt sie nicht.

Stallquerschnitt mit Lüfter im Dach, Sensorbox und eingezeichnetem Luftstrom
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Stallklima in Mast und Milchvieh

Gemessen wird im Aufenthaltsbereich der Tiere, nicht im Futtergang, sonst misst man die Lüftung und nicht das Klima. Der Verlauf zeigt, ob die Anlage die Werte auch nachts hält.

  • Temperatur und Feuchte mit einem Sensor wie dem Sensirion SHT45, typisch ±0,1 °C und ±1,0 Prozent relative Feuchte
  • Kohlendioxid mit einem photoakustischen NDIR-Sensor wie dem SCD41, spezifiziert von 400 bis 5.000 ppm
  • Ammoniak über einen industriellen Messumformer mit 4 bis 20 mA, Messbereich typisch 0 bis 100 ppm
  • Bezug die Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung nennt für Schweine 20 ppm Ammoniak, 3.000 ppm Kohlendioxid und 5 ppm Schwefelwasserstoff, für Masthühner 20 und 3.000 ppm in Kopfhöhe der Tiere

Ehrlich dazu: Die elektrochemische Messzelle eines Ammoniaksensors ist ein Verschleißteil. Sie driftet, braucht Prüfgas und muss nach einigen Jahren getauscht werden. Wer das nicht einplant, misst nach zwei Jahren Zahlen ohne Bedeutung.

Kistenstapel im Kühllager mit Temperaturfühlern zwischen den Kisten
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Kartoffel-, Obst- und Kühllager

Die Lagerkurve ist über Monate ein Fahrplan mit engen Grenzen. Ein einzelner Fühler an der Wand sagt darüber nichts, entscheidend ist der Unterschied zwischen Zuluft und Stapelmitte.

  • Mehrere Messpunkte im Stapel und je Kistenreihe, dazu je ein Punkt in Zuluft und Abluft
  • Sollwerte die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen nennt für Kartoffeln 12 bis 16 °C Wundheilung über 7 bis 14 Tage, eine Abkühlung von 0,2 bis 0,5 °C pro Tag und 4,0 bis 6,0 °C im Endlager
  • Feuchte in der Fachpresse werden 90 bis 95 Prozent relative Luftfeuchte genannt, entsprechend wird der Sensor gewählt und nicht am Trocknungspunkt platziert
  • Nachweis Verlauf je Kammer als PDF für Abnehmer und Kontrollen, automatisch je Woche
Zwei Gärtanks im Keller mit Temperaturfühler und bodennahem Gassensor
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Weinkeller, Gärtanks und Kühltechnik

Während der Gärung entscheidet die Tanktemperatur über das Ergebnis, und sie ändert sich am schnellsten nachts. Ein Verlauf auf dem Handy ersetzt den Gang in den Keller um zwei Uhr.

  • Tanktemperatur über Anlegefühler Pt1000 oder einen vorhandenen Tauchfühler, je Tank getrennt
  • Alarm auf Steigung nicht nur auf den Absolutwert, sondern auf Grad je Stunde, damit eine durchgehende Gärung früh auffällt
  • Raumluft Kohlendioxid wird knapp über dem Boden gemessen, weil es rund 1,5 mal schwerer ist als Luft und sich unten sammelt
  • Einordnung nach Angaben der SVLFG entsteht bei der Gärung etwa das 40 bis 50fache der Mostmenge an Gas

Der Weg der Messwerte

Feld

Funkknoten

Stromsparender Controller, LoRa-Transceiver, Sensorik, Batterie oder Solarmodul, Gehäuse in IP65 oder IP67. Misst, mittelt, schläft, sendet. Speichert zwischen, wenn die Verbindung fehlt.

Strecke

LoRaWAN oder Mobilfunk

LoRaWAN im Band um 868 MHz mit eigenem Gateway auf dem Hof, verschlüsselt bis zur Anwendung. Abgelegene Standorte laufen über LTE-M oder NB-IoT und brauchen gar kein Gateway.

Plattform

Broker, Datenbank, Dashboard

MQTT über TLS, Zeitreihendatenbank mit InfluxDB oder TimescaleDB, Dashboards in Grafana. Betrieb im Hofbüro oder auf einem Server in einem deutschen Rechenzentrum, nach Ihrer Entscheidung.

Meldung

Alarm und Nachweis

Grenzwerte, Trendalarme, Eskalation an eine zweite Person und Ruhezeiten gegen Meldungen im Minutentakt. Bleibt ein Knoten stumm, meldet die Plattform das fehlende Lebenszeichen.

Kein Gaswarngerät. Das ist wichtig genug für einen eigenen Kasten.

In Gülle entstehen Schwefelwasserstoff, Ammoniak, Methan und Kohlendioxid, besonders beim Rühren, Pumpen und Spülen. Im Gärkeller sammelt sich Kohlendioxid am Boden. Die Sensorik von NeuFokus ist ein Assistenzsystem für die Betriebsführung: Sie zeigt Verläufe, erkennt Auffälligkeiten und meldet Grenzwerte.

Sie ist kein zugelassenes Gaswarngerät für den Personenschutz und ersetzt keines. Niemand darf sich beim Betreten eines Behälters, einer Grube oder eines Gärkellers darauf verlassen. Dafür gelten die Regeln von SVLFG und DGUV, mit Freimessen durch Fachkundige, geprüften Geräten und Sicherung durch weitere Personen. Vorhandene Warneinrichtungen und Lüftungen bleiben zuständig, die Sensorik ergänzt sie um Vorwarnung, Verlauf und Fernzugriff.

Wo meine Arbeit endet, und warum das gut so ist

NeuFokus arbeitet ausschließlich auf der Kleinspannungsseite: Schutzkleinspannung mit typisch 12 V oder 24 V Gleichspannung, dazu Batterie, Solarmodul und Power over Ethernet. Funkknoten im Feld brauchen ohnehin keine Steckdose, Gateway und Auswertung laufen an einem zugelassenen 24-V-Netzteil.

Alles, was an 230 V oder 400 V angeschlossen oder geschaltet wird, übernimmt eine Elektrofachkraft, in der Regel Ihr Elektrofachbetrieb. Das gilt für den Anschluss des Netzteils genauso wie für jede Anbindung von Lüftung, Pumpe oder Rührwerk. Der Vorteil für Sie: keine Abschaltung für die Nachrüstung, keine Berührung sicherheitsrelevanter Stromkreise und eine Lösung, die Ihre Fachkraft und Ihr Versicherer nachvollziehen können.

ABLAUF

Von der Funkmessung bis zum laufenden Betrieb

Vier Schritte in fester Reihenfolge. Der erste ist kostenlos, nach dem zweiten kennen Sie den Preis.

01 Aufnahme vor Ort

Ich sehe mir Silos, Behälter, Ställe und Lager im Betrieb an und messe nach, wo Funk tatsächlich ankommt und wo ein Gateway stehen kann. Sie bekommen danach schriftlich, welche Messstellen sich lohnen und welche nicht.

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02 Konzept und Angebot

Messstellenliste, Sensortypen, Funkweg, Energiekonzept mit gerechneter Batterielaufzeit und Alarmregeln. Alle Positionen einzeln ausgewiesen, mit klarer Trennung zwischen NeuFokus und Ihrem Elektrofachbetrieb.

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03 Aufbau und Inbetriebnahme

Sensorik wird beschafft und parametriert, Verbindungstechnik und Firmware entstehen bei NeuFokus. Wo kein Seriengerät passt, entsteht eine eigene Baugruppe. Bei der Montage wird an jeder Messstelle die Funkqualität protokolliert, nicht nur geschätzt.

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04 Betreuung

Sie erhalten Anschlussplan, Messstellenliste, Konfiguration, Zugänge und eine Einweisung am Gerät. Danach entscheiden Sie zwischen laufender Betreuung mit Batteriewechselplan und Unterstützung auf Abruf.

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