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Datensicherung

Datensicherung und NAS

Fast jeder Betrieb hat eine Sicherung, deutlich weniger wissen, ob sie funktioniert. NeuFokus richtet Datensicherung und NAS so ein, dass eine Kopie außer Haus liegt, ein Stand sich nicht löschen lässt und eine erfolgreiche Rückspielung protokolliert vorliegt.

Ausgangslage

Die Platte am Rechner, und sonst nichts

In vielen kleinen Betrieben hängt am Bürorechner eine USB-Festplatte. Ein Programm schreibt nachts darauf, jedenfalls hat es das früher getan, und niemand prüft, ob der Lauf durchläuft.

Damit sind drei Risiken offen. Brand, Wasser oder Einbruch treffen Original und Kopie zusammen. Eine defekte Platte fällt erst auf, wenn jemand etwas zurückholen will. Und Schadsoftware verschlüsselt alles, was sie beschreiben kann, auch die dauerhaft verbundene Sicherungsplatte.

Externe USB-Festplatte am Bürorechner zwischen Unterlagen auf dem Schreibtisch
0 % der angezeigten Angriffe trafen kleine und mittlere Unternehmen BSI-Lagebericht 2025, Berichtszeitraum bis 30. Juni 2025. Das Amt nennt dabei ausdrücklich den Grund: Diesen Betrieben fehlen häufig die Mittel und das Wissen, um sich selbst zu schützen.
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Kopie im selben Raum

Original und Sicherung stehen nebeneinander. Ein Wasserschaden, ein Brand oder ein Einbruch nimmt beides mit.

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Dauerhaft verbunden

Was als Laufwerksbuchstabe sichtbar ist, kann Schadsoftware auch verschlüsseln. Die Sicherung ist dann Teil des Schadens.

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RAID wird für ein Backup gehalten

Ein Plattenverbund hält den Betrieb aufrecht, wenn eine Platte ausfällt. Gegen Löschen, Verschlüsselung und Diebstahl hilft er nicht.

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Noch nie etwas zurückgeholt

Meist hat niemand je versucht, aus der Sicherung etwas wiederherzustellen. Eine Sicherung, die nie zurückgespielt wurde, ist eine Annahme.

Drei Kopien, zwei Medien, eine außer Haus. Seit es Verschlüsselungsangriffe gibt, kommt eine vierte Bedingung dazu: ein Stand, der sich nicht löschen lässt.

Genau diese vier Punkte hat das BSI im Baustein zum Datensicherungskonzept festgehalten: Sicherungen dürfen nicht überschreibbar sein, und es muss getestet werden, ob Daten einwandfrei und in angemessener Zeit zurückkommen. Daraus folgt der Aufbau auf dieser Seite. Nichts davon ist aufwendig, es muss nur einmal richtig eingerichtet und danach überwacht werden.

Anwendungsfälle

Neun Fälle, und wie die Sicherung dann aussieht

Fünf typische Betriebe, drei Punkte, an denen die meisten Sicherungen scheitern, und am Ende der Test, der aus einer Annahme eine Sicherung macht.

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Kleiner Server und drei Notebooks mit Linien zu einem NAS mit vier Schächten
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Handwerksbetrieb mit kleinem Server im Büro

Ein Rechner dient als Server für Auftragsverwaltung und Buchhaltung, Aufmaße und Fotos liegen verstreut auf den Notebooks der Monteure. Das größte Risiko ist hier nicht die Technik, sondern die Verteilung.

  • Zentrale Ablage ein NAS im Büro nimmt die Dateien auf, damit überhaupt ein Ort entsteht, der gesichert werden kann
  • Server wird als vollständiges Systemabbild gesichert, damit sich im Ernstfall auf leere Hardware zurückspielen lässt
  • Notebooks dateibasiert, sobald sie im Firmennetz sind, ohne dass jemand daran denken muss
  • Außer Haus eine verschlüsselte Kopie in ein Rechenzentrum in Deutschland, der Schlüssel bleibt im Betrieb
NAS mit getrennten Ordnerbereichen und einem geschlossenen Vorhängeschloss
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Praxis mit Anforderungen an Vertraulichkeit

Besonders schützenswerte Daten und lange Aufbewahrungspflichten. Hier zählt weniger die Geschwindigkeit als die Frage, wer was sehen darf und wer welchen Schlüssel hat.

  • Verschlüsselung im Haus bevor die Daten das Netz verlassen, mit AES-256 und Authentifizierung
  • Rechte getrennt auf Ordnerebene, eigene Konten je Person, keine gemeinsam genutzten Zugänge
  • Nachweis dokumentiert, wer Zugriff hat, als Grundlage für Ihr Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten
  • Speicherort Deutschland oder EU, mit Vertrag zur Auftragsverarbeitung beim Anbieter des Speichers
Großer Datenblock, von dem nur ein kleiner Ausschnitt nach außen geht
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Planungsbüro mit großen Projektdateien

CAD-Modelle und Punktwolken wachsen in den zweistelligen Terabyte-Bereich. Ab da wird eine vollständige Sicherung über die Internetleitung unrealistisch, und das gehört vorher gesagt statt hinterher entschuldigt.

  • Archiv lokal auf dem NAS mit Prüfsummen und Snapshots, damit stille Datenfehler auffallen und nicht erst beim Öffnen einer alten Datei
  • Außer Haus geht eine Auswahl mit den laufenden Projekten, nicht der gesamte Bestand
  • Erstbefüllung lokal, nicht über die Leitung, sonst dauert der erste Lauf Wochen
  • Ehrlich gerechnet die Wiederherstellungsdauer wird vorab mit Ihrer tatsächlichen Leitung überschlagen
Kleines NAS mit zwei Schächten, daneben eine Glocke und ein Blatt mit wenigen Zeilen
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Verein oder Kleinbetrieb ohne IT-Betreuung

Hier muss die Lösung ohne tägliche Aufmerksamkeit laufen. Niemand schaut morgens in ein Protokoll, und genau davon darf nichts abhängen.

  • Gerät ein kleines NAS mit zwei Schächten, automatische Sicherung, eine Kopie außer Haus
  • Meldung eine kurze Nachricht nur bei Problemen, dazu eine Meldung, wenn ein Lauf ausbleibt
  • Notfallblatt eine Seite im Ordner mit der Frage, wen man anruft, und mit den ersten drei Schritten
Serverschrank mit Pfeil zu einem getrennten Speicherziel, dazwischen eine Trennlinie
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Sicherung der Server aus einem Hosting-Projekt

Laufen Anwendungen auf gemieteten Servern in einem Rechenzentrum, gehört deren Sicherung in dasselbe Konzept wie die Daten im Büro. Ein Snapshot beim Anbieter ist keine Sicherung, wenn er auf derselben Plattform liegt.

  • Virtuelle Maschinen inkrementell gesichert, mit Prüfläufen über den Bestand
  • Datenbanken über einen konsistenten Abzug, nicht durch das Kopieren laufender Dateien
  • Getrennt abgelegt vom produktiven System und mit eigenen Zugangsdaten
  • Gleicher Maßstab getestet wird wie im Büro, also mit einer echten Rückspielung
Gehäuse mit drei Platten in einem gestrichelten Rahmen, daneben ein getrenntes zweites Speicherziel
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Warum RAID kein Backup ist

Der häufigste Irrtum bei diesem Thema, und er wird meist erst im Schadensfall korrigiert. RAID schaltet mehrere Festplatten zu einem Verbund zusammen, damit der Betrieb weiterläuft, wenn eine Platte ausfällt. Es löst genau dieses eine Problem.

  • Gelöscht bleibt gelöscht eine versehentlich gelöschte Datei ist auf allen Platten weg
  • Verschlüsselt bleibt verschlüsselt ein befallener Bestand ist auf allen Platten befallen
  • Ein Ort bei Diebstahl, Blitzschlag oder Brand ist der ganze Verbund betroffen, weil er in einem Gehäuse steht
  • Merksatz RAID hält den Betrieb aufrecht, ein Backup holt Daten zurück. Beides ist sinnvoll, keines ersetzt das andere
Speicherziel mit Vorhängeschloss und einem durchgestrichenen Löschpfeil
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Ein Stand, der sich nicht löschen lässt

Eine Sicherung schützt vor Verschlüsselungsangriffen nur dann, wenn der angegriffene Rechner sie nicht löschen kann. Das ist die Anforderung, an der die meisten gewachsenen Lösungen scheitern.

  • Nur anhängen ein Zugang, der schreiben, aber nicht löschen darf, sodass ein befallenes System alte Stände nicht entfernen kann
  • Sperrfrist ein Objektspeicher mit Object Lock hält jede Datei für eine festgelegte Zeit unveränderbar
  • Getrennte Zugangsdaten für das Ziel außer Haus, nicht dieselben wie im Betrieb
  • Kein Laufwerksbuchstabe das Sicherungsziel wird nicht als Netzlaufwerk eingebunden. Was im Explorer sichtbar ist, kann Schadsoftware auch verschlüsseln
Vier Schritte in einer Reihe: getrenntes Netz, sauberer Stand, leeres System, Rückspielpfeil
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Nach einem Verschlüsselungsvorfall

Der häufigste Fehler in dieser Lage ist Eile. Wer sofort zurückspielt, holt sich unter Umständen den Angreifer zurück ins frisch aufgesetzte System. Deshalb zählt die Reihenfolge.

  • Erstens betroffene Systeme vom Netz trennen, bevor irgendetwas anderes passiert
  • Zweitens einen sauberen Stand bestimmen, also einen, der vor dem Befall liegt
  • Drittens neu aufsetzen, nicht auf das befallene System zurückspielen
  • Danach Umbau der Sicherung: kein eingebundenes Netzlaufwerk mehr, ein unveränderbarer Stand außer Haus. Ob Anzeige und Meldepflichten zu prüfen sind, gehört in die ersten Schritte
Speicherziel mit Rückpfeil zu einem Rechner, daneben eine Stoppuhr und ein Protokollblatt
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Der Test, der aus einer Annahme eine Sicherung macht

Alles davor ist Vorbereitung. Ob die Sicherung taugt, zeigt sich an genau einer Stelle, und die lässt sich planen statt abwarten.

  • Gestaffelt getestet werden eine einzelne Datei, ein ganzer Ordner und mindestens ein vollständiges Systemabbild auf Ersatzhardware oder in einer virtuellen Maschine
  • Gemessen protokolliert werden Umfang und tatsächliche Dauer, denn eine Wiederherstellung, die drei Tage braucht, ist im Ernstfall etwas anderes als eine, die zwei Stunden dauert
  • Wiederkehrend bei der Inbetriebnahme einmal vollständig, danach typisch halbjährlich, mindestens jährlich
  • Grundlage das BSI verlangt im Baustein zum Datensicherungskonzept genau das: regelmäßig zu testen, ob Daten einwandfrei und in angemessener Zeit zurückkommen

Die Sicherung in vier Ebenen

Im Betrieb

NAS als zentrale Ablage

Dateisystem mit Prüfsummen, damit stille Datenfehler auffallen, dazu Snapshots und ein Papierkorb, der Gelöschtes eine festgelegte Zeit vorhält. Eigene Konten, Freigaben nach Aufgaben getrennt.

Verschlüsselt

Bevor etwas das Haus verlässt

Verschlüsselung mit AES-256 und Authentifizierung, im Betrieb und vor der Übertragung. Der Schlüssel gehört Ihnen, wird schriftlich übergeben und außerhalb der EDV hinterlegt.

Außer Haus

Zweiter Ort, unveränderbar

Eine Kopie in einem Rechenzentrum in Deutschland oder auf einem zweiten NAS in einer Zweigstelle, mit getrennten Zugangsdaten und einem Stand, der sich nicht löschen lässt.

Aufsicht

Meldung und Prüflauf

Meldung bei fehlerhaftem und bei ausbleibendem Lauf, Warnung bei knappem Speicher und Plattenfehlern, regelmäßiger Prüfsummenlauf über den Bestand, dazu die monatliche Übersicht.

Eine Sicherung ist kein revisionssicheres Archiv

Diese Abgrenzung ist wichtig, weil sie regelmäßig verwechselt wird. Eine Sicherung stellt einen früheren Zustand wieder her. Ein Archiv hält einzelne Dokumente über die gesamte Aufbewahrungsfrist unveränderbar, auffindbar und lesbar vor, mit Index, Protokollierung und Verfahrensdokumentation. Eine Sicherung mit einer Aufbewahrung von einigen Monaten erfüllt das nicht. Wo ein Archiv gefordert ist, gehört ein Archivsystem dazu, und die Sicherung schützt dann dieses Archiv.

Zu den Fristen nur so viel, wie ein IT-Dienstleister sagen darf: § 147 der Abgabenordnung nennt zehn Jahre für Bücher, Inventare und Jahresabschlüsse, acht Jahre für Buchungsbelege und sechs Jahre für sonstige Unterlagen von steuerlicher Bedeutung. Handelsrechtlich regelt § 257 HGB die Aufbewahrung parallel dazu, für elektronische Unterlagen kommen die GoBD hinzu, unter anderem mit Anforderungen an Unveränderbarkeit und Verfahrensdokumentation. Was Ihr Betrieb wie lange aufbewahren muss, klären Sie mit Ihrem Steuerberater. NeuFokus richtet die Technik ein und dokumentiert sie, leistet aber keine Steuer- und keine Rechtsberatung.

Strom, Schlüssel und die Grenzen eines Einzelunternehmens

Für ein NAS brauchen Sie in der Regel keinen Elektriker. Das Gerät wird an eine vorhandene Steckdose angeschlossen, mit dem mitgelieferten Netzteil oder einem Kaltgerätekabel, und eine unterbrechungsfreie Stromversorgung als Steckergerät richte ich selbst ein und binde sie in die Überwachung ein, sodass das NAS bei längerem Stromausfall sauber herunterfährt. Eine Elektrofachkraft wird erst gebraucht, wenn eine Steckdose oder Netzwerkdose neu gesetzt, ein Kabelweg durch Wand oder Decke geführt oder eine Stromversorgung fest angeschlossen werden soll.

Zwei Dinge gehören noch dazu, unangenehm und trotzdem gesagt. Der Schlüssel für die Sicherung gehört Ihnen und wird außerhalb der EDV hinterlegt. Geht er ersatzlos verloren, ist die Sicherung nicht mehr lesbar, daran kann dann niemand etwas ändern. Und NeuFokus ist ein Einzelunternehmen: Betreuung und Störungsbearbeitung finden montags bis samstags von 8:00 bis 18:00 Uhr statt, eine Rufbereitschaft rund um die Uhr gibt es nicht. Braucht Ihr Betrieb das, sage ich es vor Vertragsschluss.

ABLAUF

Fertig ist die Sicherung erst nach der ersten Rückspielung

Vier Schritte. Der letzte ist der einzige, der beweist, dass die drei davor etwas taugen.

01 Aufnahme vor Ort

Ich sehe mir an, welche Geräte es gibt, wo die Daten liegen, was heute gesichert wird und wie schnell die Leitung tatsächlich ist. Sie erhalten eine schriftliche Bestandsaufnahme. Erstgespräch und erste Aufnahme sind kostenlos und unverbindlich.

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02 Sicherungskonzept

Was wird gesichert, wie oft, wie lange aufbewahrt, wohin außer Haus, wer hat welche Rechte und wer den Schlüssel. Dazu ein Vorschlag für NAS-Klasse, Plattenbestückung und RAID-Level sowie die realistische Dauer einer Wiederherstellung.

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03 Einrichtung

NAS aufbauen, Dateisystem, Freigaben, Benutzer und Rechte anlegen, Sicherungsaufträge einrichten, Ziel außer Haus anbinden, unveränderlichen Stand aktivieren und die Überwachung scharf schalten. Große Bestände werden vor Ort erstbefüllt statt über die Leitung.

03.

04 Wiederherstellungstest

Getestet werden eine einzelne Datei, ein ganzer Ordner und mindestens ein vollständiges Systemabbild. Sie bekommen Protokoll, Dokumentation und Notfallplan. Erst danach gilt die Sicherung als in Betrieb.

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