Schaltung

Layout

Firmware

Kleinserie

Elektronikentwicklung

Kundenspezifische Elektronikentwicklung und PCB-Design

Sie brauchen eine Baugruppe, die es als Katalogprodukt nicht gibt, oder Ersatz für eine, die niemand mehr liefert. NeuFokus entwickelt sie von der Anforderung über Schaltplan, KiCad-Layout und Prototyp bis zur Kleinserie. Sie erhalten am Ende die vollständigen Quelldaten, nicht nur die Platine.

Ausgangslage

Auf dem Tisch läuft es schon

Ein Entwicklungsboard, ein paar Sensoren, Drahtbrücken und ein Skript, das tut, was es soll. Die Idee ist bewiesen. Was fehlt, ist alles andere: Gehäuse, Schutzbeschaltung, reproduzierbares Verhalten und ein Exemplar, das man jemandem in die Hand geben kann.

Genau dort bleiben die meisten Projekte hängen. Nicht an der Funktion, sondern am Weg vom funktionierenden Aufbau über das erste Muster für Pilotkunden bis zu einer Serie, die sich wiederholen lässt.

Laboraufbau auf der Werkbank mit Entwicklungsboard, Steckbrett und Messgerät
0 Wochen vom freigegebenen Layout zum bestückten Muster Typisch zwei bis vier Wochen für Fertigung, Bestückung und Versand. Die Zeit davor, also Anforderungen, Schaltplan und Layout, macht in aller Regel den größeren Teil aus. Wer das weiß, plant realistischer.
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Aufbau statt Gerät

Der Laboraufbau beweist die Funktion und sonst nichts. Kein Gehäuse, kein Verpolschutz, keine Steckverbinder, die einen Transport überstehen.

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Das zweite Exemplar ist anders

Was als Einzelstück funktioniert, streut in der Serie. Ohne Prüfpunkte und Prüfanweisung merkt man das erst beim Kunden.

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Der Sprung in die Stückzahl

Von fünf auf zweihundert ist eine eigene Disziplin: Bauteilverfügbarkeit, Mindestmengen, Lieferzeiten und ein Layout, das der Fertiger auch mag.

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Ein Stand, den nur einer kennt

Kein gepflegtes Schaltbild, keine Stückliste, kein versionierter Quellcode. Der Projektstand hängt an einer Person und an deren Rechner.

Ein Prototyp beweist, dass es geht. Ein Produkt beweist, dass es sich wiederholen lässt.

Dazwischen liegen Schaltungsentwurf, Layout, Schutzbeschaltung, Prüfbarkeit, Beschaffung und Dokumentation. NeuFokus begleitet diesen Weg in Schritten, die Sie einzeln beauftragen können, vom ersten Funktionsmuster bis zur laufenden Serie. Und Sie bekommen am Ende den vollständigen Datensatz, nicht nur die Platine.

Der Weg zum Produkt

Neun Schritte vom Funktionsmuster in die Serie

Jeder Schritt ist einzeln beauftragbar, und nach jedem können Sie aufhören. Hier steht, was in dieser Phase entsteht, womit gearbeitet wird und was am Ende in Ihren Händen liegt.

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Blockschaltbild aus Kästchen und Verbindungslinien auf einem Skizzenblatt
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Machbarkeit und Anforderungen

Bevor eine Leiterplatte entsteht, wird geklärt, was das Gerät können muss und wo das Risiko liegt. Diese Phase kostet am wenigsten und entscheidet am meisten.

  • Grobkonzept als Blockschaltbild: Funktionen, Schnittstellen, Energiequelle, Bauraum, Umgebung
  • Machbarkeitsabschätzung was mit Standardbausteinen geht, was eine Eigenentwicklung braucht und wo die offenen Fragen liegen
  • Aufwand in abgegrenzten Bausteinen statt als Pauschale, damit Sie schrittweise entscheiden können
  • Ergebnis ein Lastenheft, das Sie freigeben, einschließlich dessen, was bewusst nicht zum Umfang gehört
Entwicklungsboard mit Steckbrett und Drahtbrücken als Funktionsmuster
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Funktionsmuster auf Entwicklungsboards

Zuerst wird die riskanteste Annahme geprüft, nicht die schönste Funktion. Reicht die Reichweite, hält die Batterie, erkennt der Sensor das wirklich? Dafür braucht es noch keine eigene Platine.

  • Aufbau aus Entwicklungsboards mit ESP32-S3 oder STM32, Sensormodulen und Laborverdrahtung
  • Firmware als bewusst unpolierter Wegwerfstand, aber mit Messdatenaufzeichnung
  • Ziel eine belastbare Ja-oder-Nein-Antwort in Tagen statt Wochen, bevor Geld in Layout und Fertigung fließt
  • Ergebnis Messprotokoll und eine klare Empfehlung, auch wenn die lautet, es anders zu lösen
Erste eigene Leiterplatte mit Bauteilen und markierten Prüfpunkten
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Der erste eigene Prototyp

Jetzt entsteht eine Leiterplatte, die zum Bauraum passt und die man mitnehmen kann. Prüfpunkte und Schutzbeschaltung kommen sofort mit hinein, weil sie später nicht mehr nachrüstbar sind.

  • Entwurf Schaltplan und Layout in KiCad, analog und digital getrennt, Masseflächen durchgehend, Entkopplung an jedem Versorgungspin
  • Schutz Verpolschutz, Sicherung und TVS-Dioden an allen nach außen geführten Leitungen, von Anfang an statt als Nachbesserung
  • Vor der Freigabe Prüfung auf Fertigungstauglichkeit, damit die Fertigung nicht am Layout scheitert
  • Durchlauf typisch zwei bis vier Wochen von den freigegebenen Daten bis zum bestückten Muster, Bring-up am eigenen Prüfplatz
Mehrere gleiche Geräte im Gehäuse nebeneinander als Kleinstserie
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MVP für die ersten Pilotkunden

Fünf bis zwanzig Geräte, die nicht mehr nach Labor aussehen. Sie sollen nicht perfekt sein, sie sollen echte Rückmeldung erzeugen, und zwar bei Menschen, die nicht im Projekt stecken.

  • Kleinstserie aus demselben Datensatz wie der Prototyp, mit Gehäuse, Beschriftung und Steckverbindern, die einen Transport überstehen
  • Firmware mit Logging und Updatemöglichkeit, sonst kommt aus dem Feld nichts Verwertbares zurück
  • Rückkanal definierte Fehlerbilder und Betriebsdaten statt Anrufe mit der Aussage, es gehe nicht

Vorher klären: Die Abgabe von Mustern an Pilotkunden kann bereits ein Inverkehrbringen sein, mit allen Pflichten des Herstellers. Das gehört vor den Pilotbetrieb auf den Tisch und nicht danach.

Zwei Platinenrevisionen übereinander mit markiertem Änderungsbereich
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Iteration mit den Daten aus dem Feld

Der Pilotbetrieb bringt Dinge zutage, die im Labor niemand sieht: Wärme, Feuchte, ungeplante Bedienung, ein Netz, das nachts weg ist. Daraus entsteht ein Stand, der die Serienfreigabe trägt.

  • Auswertung Logdaten sichten, Fehlerbilder am Prüfplatz reproduzieren, Ursache belegen statt vermuten
  • Revision Änderungen gebündelt in eine neue Revision, jede einzelne in Git nachvollziehbar
  • Bauteile Positionen, die sich als knapp oder heikel erwiesen haben, werden jetzt getauscht und nicht im Serienstart
  • Ehrlich dazu eine Korrekturschleife nach dem ersten Muster ist der Normalfall, nicht das Zeichen eines Fehlers
Prüfadapter mit Federkontaktstiften unter einer Leiterplatte
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Vorserie, Prüfbarkeit und Beschaffung

Hier entscheidet sich, ob die Serie später ruhig läuft. Eine Baugruppe, die man nicht in zwei Minuten prüfen kann, wird in der Fertigung nicht geprüft.

  • Fertigungs- und Prüfgerechtigkeit Prüfpunkte, Nutzenaufbau, einseitige Bestückung wo möglich, klare Polaritätskennzeichnung
  • Prüfmittel Prüfadapter mit Federkontaktstiften und eine Prüfanweisung, nach der jedes Exemplar gleich geprüft wird
  • Stückliste mit Bezugsquellen und Zweitquellen im gleichen Gehäuse, kritische Positionen gekennzeichnet
  • Erstmuster aus dem Serienprozess, nicht aus dem Prototypenprozess, sonst prüfen Sie das Falsche
Fertigungsnutzen mit mehreren gleichen Leiterplatten im Raster
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Serienfertigung begleiten

Die Serie ist kein größerer Prototyp, sondern ein Beschaffungs- und Logistikthema. Der häufigste Grund für einen verpatzten Serienstart ist ein Bauteil mit zwanzig Wochen Lieferzeit.

  • Fertigerwahl der Standardweg über Asien ist günstig und für Muster schnell, eine Fertigung in der EU verkürzt die Kette und erleichtert Nacharbeit, kostet mehr und braucht mehr Vorlauf
  • Beschaffung kritische Positionen werden vor dem Serienstart bevorratet, nicht bei Bedarf bestellt
  • Abnahme Erstmuster gegen die Prüfanweisung, Abweichungen dokumentiert und mit dem Fertiger geklärt

Grenze: Eine lückenlose Chargenrückverfolgung gibt es auf dem Standardweg nicht. Wenn Ihre Branche das verlangt, gehört es vor die Fertigerwahl und nicht in die erste Reklamation.

Leiterplatte mit Programmierstecker, angesetztem Tastkopf und Signalkurve
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Firmware, Updatefähigkeit und Nachweise

Hardware und Firmware gehören zusammen, weil die entscheidenden Fragen genau an der Grenze liegen. Und weil ein Gerät ohne Updateweg heute ein Gerät mit Ablaufdatum ist.

  • Firmware in C und C++ für ESP32-S3 oder STM32, versioniert in Git, mit definierten Zuständen, Fehlerspeicher und Betriebsstundenzähler
  • Updates signiert einspielbar, mit Rückfallebene, damit ein abgebrochenes Update kein totes Gerät hinterlässt
  • Nachweise die Softwarebestandteile werden dokumentiert, damit Sie Ihre Pflichten als Hersteller überhaupt erfüllen können
  • Autark die Grundfunktion läuft lokal weiter, auch wenn Verbindung oder Server ausfallen
Zwei Platinenumrisse mit identischen Steckverbindern, links bedrahtete, rechts flache Bauteile
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Bestandsgerät neu auflegen

Der umgekehrte Fall: Es gibt bereits ein Produkt, aber ein Bauteil darin nicht mehr, oder die Baugruppe in einer Maschine ist defekt und niemand liefert Ersatz.

  • Aufnahme Anschlussbelegung, Signalpegel und Funktion werden ermittelt und dokumentiert, es entsteht kein Nachbau, sondern eine neue Baugruppe mit gleichem Verhalten
  • Kompatibilität Steckverbinder, Lochbild und Einbaulage bleiben gleich, damit der Kabelbaum unverändert passt
  • Redesign bei Abkündigung Ziel ist ein Ersatztyp mit gleichem Fußabdruck, damit das Layout unverändert bleibt, sonst eine Änderung nur im betroffenen Bereich
  • Voraussetzung es dürfen keine fremden Schutzrechte entgegenstehen, das wird vor Beginn geklärt

Was in jedem Muster steckt

Rechenkern

Controller und Firmware

ESP32-S3 mit WLAN und Bluetooth Low Energy, oder STM32, wo geringer Ruhestrom oder feste Zeitbedingungen zählen. Firmware in C, versioniert in Git.

Schnittstellen

Kabel und Funk

Ethernet über W5500, isoliertes RS485 für Modbus RTU, dazu LoRaWAN, LTE-M und NB-IoT als Module mit vorhandener Funkzulassung.

Robustheit

Schutz und Versorgung

24 V Schutzkleinspannung, Verpolschutz, Sicherung und TVS-Dioden an jeder nach außen geführten Leitung. Ausgelegt gegen EN IEC 61000-6-2 und 6-4.

Nachweis

Prüfpunkte und Dokumentation

Messpunkte im Layout vorgesehen, Prüfanweisung für die Serie, Fehlerspeicher und Betriebsstundenzähler für den Betrieb beim Kunden.

Was diese Entwicklung nicht ersetzt: die Prüfung im Labor

NeuFokus ist ein Entwicklungsdienstleister, kein Prüflabor und keine benannte Stelle. Es werden keine Prüfberichte und keine Zertifikate ausgestellt und kein GS-Zeichen vergeben. Eine EMV-Messung, eine Prüfung der elektrischen Sicherheit oder was im Gespräch oft pauschal als Prüfung beim TÜV bezeichnet wird, findet bei einer akkreditierten Prüfstelle statt. Die Entwicklung bereitet darauf vor, sie ersetzt es nicht.

Was NeuFokus dafür tut: Die Baugruppen werden begleitend gegen die EMV-Fachgrundnormen EN IEC 61000-6-2 und EN IEC 61000-6-4 ausgelegt, mit durchgehenden Masseflächen, Entkopplung, Filtern und TVS-Dioden an den Schnittstellen. Das ist ein Auslegungsziel und keine Konformitätsaussage. Im eigenen Labor stehen Oszilloskop und Logikanalysator für Bring-up und Funktionstest, eine normgerechte Messung ist damit nicht möglich. Für den Prüftermin bereite ich die Muster vor, begleite ihn und arbeite die Befunde in eine Revision ein. Das Ergebnis gehört in Ihre technische Dokumentation.

Hersteller im Rechtssinn ist, wer das Produkt unter eigenem Namen in Verkehr bringt, und das sind bei einer Auftragsentwicklung in aller Regel Sie. Konformitätsbewertung, technische Unterlagen, EU-Konformitätserklärung und CE-Kennzeichnung liegen damit bei Ihnen. Welche Rechtsakte greifen, hängt vom Produkt ab, üblich sind die EMV-Richtlinie 2014/30/EU, die Funkanlagenrichtlinie 2014/53/EU sobald ein Funkmodul verbaut ist, und die RoHS-Richtlinie 2011/65/EU. Die Niederspannungsrichtlinie greift erst ab 50 V Wechselspannung beziehungsweise 75 V Gleichspannung, eine Baugruppe mit 12 V oder 24 V fällt nicht darunter. Dazu kommt die Cyberresilienz-Verordnung (EU) 2024/2847 für Produkte mit digitalen Elementen, deren Meldepflichten seit dem 11. September 2026 gelten und deren übrige Pflichten zum 11. Dezember 2027 folgen.

Kleinspannung ist die Grenze

NeuFokus entwickelt ausschließlich Kleinspannungselektronik, typisch 12 V oder 24 V Gleichspannung als Schutzkleinspannung, dazu Batterie, Solar und Power over Ethernet. Auf der Primärseite wird nicht gearbeitet: Braucht ein Gerät Netzspannung, kommt ein zugelassenes Netzteilmodul als Zukaufteil zum Einsatz.

Anschluss, Absicherung, Potenzialausgleich und jede Schaltung von Netzlasten übernimmt eine Elektrofachkraft, in der Regel Ihr Elektrofachbetrieb. Das ist keine Notlösung, sondern die Aufteilung nach Qualifikation, und sie ist der Grund, warum eine selbst entworfene Netzteilstufe hier gar nicht erst zur Diskussion steht. Einen festen Partnerbetrieb gibt es nicht, auf Wunsch vermittle ich einen aus der Region.

ABLAUF

Von der Anforderung zur Kleinserie

Vier Schritte, einzeln beauftragbar. Nach dem zweiten steht schriftlich, was entsteht und was ausdrücklich nicht.

01 Aufnahme und Anforderungen

Bei einer Bestandsmaschine ein Termin an der Anlage, bei einer Neuentwicklung ein Gespräch mit Ihren Unterlagen: Welche Signale liegen an, wie viel Bauraum ist da, welche Umgebung herrscht. Daraus entsteht ein Lastenheft, das Sie freigeben.

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02 Konzept und Pflichtenheft

Blockschaltbild, Schnittstellen, Spannungsversorgung, Bauteilkonzept. Hier fallen die Entscheidungen über Controller, Kommunikationsweg, Schutzbeschaltung und Gehäuse. Das Dokument benennt auch, was bewusst nicht zum Umfang gehört.

02.

03 Schaltung, Layout und Prototyp

Schaltplan und Layout entstehen in KiCad, mit Prüfpunkten für die Inbetriebnahme und abschließender Prüfung auf Fertigungstauglichkeit. Nach Ihrer Freigabe gehen die Daten in Fertigung und Bestückung, die Muster nehme ich selbst am Prüfplatz in Betrieb.

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04 Kleinserie und Übergabe

Aus demselben Datensatz folgt die Kleinserie, ergänzt um eine Prüfanweisung für den Funktionstest. Sie erhalten Schaltplan, Layout, Stückliste mit Bezugsquellen, Fertigungsdaten, Firmware-Quellcode und Dokumentation.

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