Reinigung nach Uhrzeit
Gereinigt wird nach Plan, nicht nach Nutzung. Mal zu früh und umsonst, mal zu spät und dann sichtbar.
Sie ahnen, wann die Duschen voll sind und wann die Toiletten kippen. Belegen können Sie es nicht. Der Reinigungsplan läuft deshalb nach Uhrzeit statt nach Nutzung, gleichgültig ob dazwischen vierzig oder vierhundert Menschen da waren.
Das kostet auf zwei Seiten. In ruhigen Stunden wird gereinigt, was niemand benutzt hat. In Spitzenzeiten bleibt der Bereich zu lange ungereinigt, und der Ärger landet als Bewertung im Netz.

Gereinigt wird nach Plan, nicht nach Nutzung. Mal zu früh und umsonst, mal zu spät und dann sichtbar.
Gegenüber dem Reinigungsdienstleister fehlt der Nachweis. Diskutiert wird über Eindrücke statt über Zeitstempel.
Offene Sanitärbereiche ziehen Vandalismus an, dauerhaft verschlossene kosten Personal am Tresen. Beides ist teuer.
Im Büro stellt sich dieselbe Frage anders. Besprechungsräume sind gebucht und stehen trotzdem die halbe Woche leer.
Die naheliegende Antwort heißt Kamera. In einem Sanitärbereich verbietet sie sich von selbst.
Betrieblich brauchen Sie ohnehin keine Bilder, sondern zwei Zustände: belegt oder frei, gereinigt oder nicht. Genau das liefern Abstands- und Präsenzsensoren, ohne dass eine Aufnahme entsteht. Damit fällt die Diskussion mit Datenschutzbeauftragtem und Betriebsrat nicht weg, aber sie wird deutlich kürzer.
Die Bausteine sind überall dieselben. Was sich unterscheidet, ist die Frage, die beantwortet werden soll. Hier steht je Situation, welche Sensorik verbaut wird, was erfasst wird und was ausdrücklich nicht.

Gäste lösen die Dusche am Terminal, die Steuerung gibt genau einen Raum frei und meldet ihn danach als zu reinigen. Wasser, Licht und Lüftung laufen nur während der Nutzung.

Die Toilette bleibt verschlossen, bis das vorhandene Terminal freigibt. Erfasst werden Uhrzeit der Freigabe und Belegungsdauer, sonst nichts.
Abgrenzung: NeuFokus wickelt keine Zahlungen ab und entwickelt kein Bezahlterminal. Kartendaten werden weder verarbeitet noch gespeichert.

Viele Kabinen, ein Technikraum. Gäste sehen im Eingang, welche Duschen frei sind. Der Platzbetreiber erkennt Morgen- und Abendspitze und legt die Reinigung dazwischen.

Duschen werden über Codes freigegeben, die je Mannschaft und Trainingszeit gelten. Damit entsteht die Grundlage für die Umlage der Energiekosten, ohne einzelne Personen zu erfassen.

Ein Raum ist im Kalender belegt und tatsächlich leer. Ein Präsenzsensor an der Decke meldet, ob wirklich jemand da ist, und gibt die Buchung nach einer Wartezeit wieder frei.
Hinweis: Sobald Beschäftigte betroffen sind, greift die Mitbestimmung nach § 87 Absatz 1 Nummer 6 BetrVG. Die technische Beschreibung ist so aufgebaut, dass sie als Anlage zu einer Betriebsvereinbarung taugt.

An Ein- und Ausfahrt werden Fahrzeuge gezählt, daraus entsteht der Füllstand. Eine Anzeige nennt die freien Plätze, der Suchverkehr nimmt ab.

Die Anlage zählt Nutzungen und meldet Reinigungsbedarf, sobald der Schwellwert erreicht ist. Kommt später eine Beschwerde, liegt ein Verlauf vor statt einer Erinnerung.

Umkleiden werden zu Trainingszeiten freigegeben und außerhalb gesperrt, ohne dass ein Schlüsselbund herumgereicht wird. Nach dem Training meldet die Anlage, ob noch jemand im Bereich ist.
Abgrenzung: Türen in Flucht- und Rettungswegen dürfen nur mit zugelassener Technik nach EltVTR beziehungsweise DIN EN 13637 verriegelt werden. Diese Technik liefert NeuFokus nicht, sie wird nur angesteuert.

Hier schwankt alles mit Wetter und Ferien, und der Nassbereich verzeiht nichts. Die Steuerung sitzt im Technikraum, im Raum bleibt nur, was Reinigungsmittel und Strahlwasser aushält.
ToF-Sensor für den Abstand, mmWave-Radar für ruhende Personen, Reedkontakt an der Tür, Taster und Statusleuchte. Alles in Kleinspannung, alles ohne Bild.
Je Tür ein Modul mit Sensoreingang, Taster und Leuchte. Alle Module hängen an einem Strang, galvanisch getrennt und mit quittiertem Protokoll.
Führt die Logik aus, vergibt Zeitstempel, schaltet Türöffner, Ventil, Licht und Lüftung über potentialfreie Kontakte und puffert bei Netzausfall.
MQTT über TLS, PostgreSQL für die Ereignisse, Grafana für Belegung, Stundenprofil und Reinigungsintervalle, n8n für Störmeldung und Reinigungsauftrag.
Türen in Flucht- und Rettungswegen dürfen nur mit dafür zugelassener Technik elektrisch verriegelt werden. Maßgeblich ist die Richtlinie über elektrische Verriegelungssysteme von Türen in Rettungswegen, kurz EltVTR, die durch die europäische DIN EN 13637 abgelöst werden soll. Kernforderung: Ein Fehler darf die Freigabe der Tür weder verhindern noch verzögern. Diese Technik liefert NeuFokus nicht. Wo sie vorhanden und zugelassen ist, wird sie über potentialfreie Kontakte angesteuert, ohne in ihre Sicherheitsfunktion einzugreifen.
Das gesamte System ist ein Assistenz- und Informationssystem. Es schafft Transparenz und ersetzt weder eine zugelassene Sicherheitseinrichtung noch eine Brandmeldeanlage oder eine Fluchtwegsteuerung. Nutzen Beschäftigte die Sanitärräume, bleiben außerdem die Anforderungen der Arbeitsstättenverordnung und der ASR A4.1 maßgeblich, etwa zu wirksamer Lüftung, zur Reinigung nach Benutzungshäufigkeit und zu von innen verschließbaren Toilettenzellen. Ein Belegungssystem darf diese Anforderungen nicht unterlaufen.
NeuFokus arbeitet ausschließlich auf der Kleinspannungsseite: Schutzkleinspannung mit typisch 24 V Gleichspannung oder Power over Ethernet. Im Raum liegt damit nur Kleinspannung, auch im Nassbereich.
Jede Arbeit am 230-V- oder 400-V-Netz übernimmt eine Elektrofachkraft, in der Regel Ihr Elektrofachbetrieb: Netzseite, Unterverteilung, Absicherung, der Anschluss des Hutschienennetzteils und jede Schaltung von Netzlasten. Für Sie heißt das: keine Abschaltung des Gebäudes, keine Berührung sicherheitsrelevanter Stromkreise und eine Lösung, die Ihre Fachkraft und Ihr Versicherer nachvollziehen können. Einen festen Partnerbetrieb gibt es nicht, auf Wunsch vermittle ich Ihnen einen aus der Region.
Vier Schritte in fester Reihenfolge. Der erste ist kostenlos, und im zweiten steht schriftlich, welche Daten überhaupt entstehen.
Ich sehe mir die Räume im laufenden Betrieb an: Türen, Kabinen, Elektrik, Netzwerk und die Wege der Reinigungskraft. Dabei legen Sie fest, was gezählt werden soll und was ausdrücklich nicht.
Sie erhalten Sensorpositionen, Anzeigekonzept, Schnittstellen und die Leistungsabgrenzung zu Ihrem Elektrofachbetrieb. Dazu die Liste der Datenfelder mit Löschfristen, damit Datenschutzbeauftragter und Betriebsrat damit arbeiten können.
Auf erprobten Bausteinen entstehen Firmware, Bedienlogik und Auswertung für Ihren Standort. Bei der Inbetriebnahme wird jede Kabine einzeln abgeglichen, die Freigabe- und Reinigungslogik durchgetestet und das Personal vor Ort eingewiesen.
Sie bekommen Schaltplan, Stückliste, Konfiguration, Firmware-Quellcode und Dokumentation. Danach entscheiden Sie zwischen laufender Betreuung und Unterstützung auf Abruf.