Wartung nach Kalender
Gewechselt wird nach Intervall, nicht nach Zustand. Bauteile mit Restlebensdauer landen im Container, andere fallen vor dem Termin aus.
In vielen Betrieben läuft die Instandhaltung nach Kalender. Das Intervall stammt aus dem Handbuch und nicht aus dem Zustand der Maschine.
Die Folge: Teile werden getauscht, die noch gut sind, und andere fallen vorher aus. Dazwischen liegt der eigentliche Schmerz, der ungeplante Stillstand.

Gewechselt wird nach Intervall, nicht nach Zustand. Bauteile mit Restlebensdauer landen im Container, andere fallen vor dem Termin aus.
Der Instandhalter hört seit Wochen, dass das Gebläse anders klingt, kann es aber nicht belegen. Freitagnachmittag steht die Anlage, das Ersatzteil hat vier Tage Lieferzeit.
Stillstandsgründe stehen auf Zetteln, Stückzahlen im Kopf des Einrichters. Vor einer Ersatzinvestition entscheidet das Bauchgefühl.
Eine S7-300 ohne Netzwerkanschluss neben einer Maschine ganz ohne Schnittstelle, in der Ecke eine CNC von 2021 mit OPC UA Server, den nie jemand aktiviert hat.
Nach drei Maschinen hat der Betrieb drei Portale, drei Abrechnungen und kein gemeinsames Bild.
Nachrüstpakete gibt es nur für die aktuelle Baureihe, und jedes endet im Portal seines Herstellers. Ein Sensorhersteller verkauft Sensorik plus Plattform, ein Lagerhersteller die Lagerdiagnose plus App. Jede einzelne Lösung funktioniert. Zusammen ergeben sie keine Maschinenüberwachung, sondern eine Sammlung von Inseln.
Jede Ebene hat eine dokumentierte Schnittstelle nach oben. Deshalb lässt sich jede einzeln tauschen, ohne den Rest neu zu bauen.
Sensorik wird von außen angebracht: Schwingungssensor am Lagerschild, Anlegefühler am Gehäuse, geteilter Stromwandler um die Zuleitung. Kein Signal geht zurück in die Steuerung.
Intelligente Sensoren kommen über IO-Link an einen Master, einfache Signale über Digitaleingänge. Vorhandene Steuerungen werden ausschließlich lesend abgefragt.
Die Auswerteeinheit rechnet Kennwerte dort, wo die Daten entstehen: Effektivwerte, Spektren, Hüllkurve, Taktzeiten. Nach oben gehen verdichtete Werte statt Rohsignale, bei Netzausfall puffert das Gerät.
Die Werte laufen per MQTT in einen Broker, von dort in eine Zeitreihendatenbank. Darüber liegen Dashboards, Alarmierung und Berichte, auf einem Server bei Ihnen oder in einem Rechenzentrum in Deutschland.
Entscheidend ist nicht der Momentanwert, sondern der Verlauf. Ein Lager, dessen Schwingungskennwert seit sechs Wochen steigt, meldet sich, bevor es blockiert.
Maschinenüberwachung ist kein Produkt, das man auspackt. Es sind neun Arbeitsschritte, die einzeln buchbar sind und aufeinander aufbauen. Hier steht je Baustein, was gemacht wird, mit welcher Technik, und wo die Arbeit an Ihre Elektrofachkraft übergeht.

Vor jeder Hardware steht die Frage, wo eine Messung überhaupt etwas bringt. Ich sehe die Anlage im Betrieb, schaue mit Ihrer Fachkraft in den Schaltschrank und halte fest, welche Daten bereits vorhanden sind.

Schwingung ist der Kennwert, der einen Lagerschaden am frühesten zeigt. Der Sensor sitzt so nah wie möglich am Lager, radial zur Welle und verschraubt, weil eine Magnethalterung die hohen Frequenzen dämpft.

Einzeln betrachtet sind diese Werte langweilig. Neben der Schwingung gelegt erzählen sie plötzlich etwas: steigender Strom bei steigender Lagertemperatur ist ein anderes Bild als Strom allein.

Die Stromaufnahme des Hauptantriebs ist oft die aussagekräftigste Größe, die sich gewinnen lässt, ohne die Maschine selbst anzufassen. Sie zeigt Werkzeugverschleiß, Leerlauf und Lastprofile in einer Kurve.
Leistungsgrenze: Die Montage von Wandlern an stromführenden Leitern und jeder Eingriff auf der Netzseite gehören zur Elektrofachkraft. NeuFokus übernimmt alles ab der 24-V-Klemme.

Zählen ist unspektakulär und liefert genau die Zahlen, mit denen im Betrieb tatsächlich diskutiert wird. Ein einziges Hubsignal reicht für Stückzahl, Taktzeit und Verfügbarkeit.

Steht die Maschine länger als eine eingestellte Zeit, fragt ein Terminal nach dem Grund. Der Bediener tippt einmal, alles andere läuft automatisch. Nach vier Wochen liegt eine Auswertung vor statt einer Vermutung.

Wo die Steuerung die Daten längst hat, wird nicht ein zweites Mal gemessen. Der Zugriff bleibt in jedem Fall lesend, über einen eigenen Benutzer, ohne Änderung am Bestandsprogramm und ohne Einfluss auf Sicherheitsfunktionen.

Das Gateway ist der Punkt, an dem aus Messwerten Daten werden. Es rechnet die Kennwerte dort, wo sie entstehen, und spricht nach oben nur noch ein Protokoll. Ein Sensor mit 26 kHz Abtastrate erzeugt sonst pro Tag Rohdaten im Gigabytebereich.

Am Ende steht die Frage, wer was wann sieht. Ein Alarm, der zu oft kommt, wird ignoriert, und ein Dashboard, das alles zeigt, zeigt nichts.
NeuFokus arbeitet ausschließlich in Schutzkleinspannung, typisch 24 V Gleichspannung, dazu mit Funk, Batterie und PoE. Netzseite, Absicherung, Netzteil, Potenzialausgleich und jede Montage an stromführenden Leitern übernimmt eine Elektrofachkraft, in der Regel Ihr Elektrofachbetrieb.
Das ist keine Notlösung, sondern die Aufteilung nach Qualifikation. Sie bekommen dadurch eine Nachrüstung, für die die Anlage nicht abgeschaltet werden muss, die keine sicherheitsrelevanten Stromkreise berührt und die Ihre Fachkraft wie Ihr Versicherer nachvollziehen können. Haben Sie keinen Elektrofachbetrieb zur Hand, vermittle ich Ihnen einen aus der Region.
Vier Schritte in fester Reihenfolge. Der erste ist kostenlos, nach dem zweiten kennen Sie den Preis.
Ich sehe die Anlage im Betrieb, höre, welche Maschine zuletzt Ärger gemacht hat, und schaue in den Schaltschrank. Sie bekommen danach eine kurze schriftliche Einschätzung, wo der Einstieg am meisten bringt.
Messstellenplan, Sensorauswahl, Netzarchitektur, Alarmlogik und die Abgrenzung zum Elektrofachbetrieb. Alle Positionen einzeln ausgewiesen, in einer Form, die sich für einen Förderantrag einreichen lässt.
Geräte, Firmware, Datenbank und Dashboards entstehen im Vorlauf, montiert wird im laufenden Betrieb oder in einer geplanten Pause. Danach folgt die Lernphase, in der die Schwellwerte an die reale Maschine angepasst werden.
Dokumentation, Schaltplan, Stückliste, Konfiguration und Einweisung gehören dazu. Danach entscheiden Sie, ob Sie selbst betreuen oder eine laufende Betreuung vereinbaren.